90 Billions – Benjamin Bark

Glitzer, Funkel, Legosteine, BENJAMIN BARK, ein junger Unternehmer, der mutig und geistreich die Schmuckbranche revolutioniert.

 Lego ist seine Religion und warum sein Label STARBARKS des öfteren mit Coffee to go verwechselt wird, erzählt er selbst bei „90 BILLIONS“!

Schönheit und echtes Jungenspielzeug, wie kommt man auf die Idee daraus eine Schmuckkollektion zu kreieren?

Ich fand nie Schmuck, der meine Persönlichkeit unterstrichen hat und so fertigte ich mir selbst Ketten an, ging damit auf Partys und wurde angesprochen. Na ja, es war schon alles ziemlich dilettantisch angefertigt. Vor zwei Jahren ging ich dann auf eine Familienfeier. Ich war sehr gelangweilt und gesellte mich zu den Kindern, da war wenigstens Action.

Die wiederum bastelten mit Legosteinen und der Gedanke war geboren: Schmuck aus echten Legosteinen! Und aus dem Baustein wurde das Kreuz. Ich mag die Ästhetik und die Klarheit eines Kreuzes. Heute könnte man sagen, dass Lego meine Religion ist. (lacht)

Was ist für Dich Stil und was Trash?

Jan, du bist für mich Stil. (schmunzelt)

Stil hat viel mit dem Benehmen zu tun, höflich und freundlich sein. Dagegen ist Trash für mich ein asoziales Verhalten, wenn man z.B. Freundschaften nicht achtet.

Und was bist du von beidem bzw. was fließt in Deine Entwürfe?

Ich denke, eine gesunde Mischung aus beidem kann nie schaden! Im Geschäft musst du auch manchmal trashy sein. Bei meinen Entwürfen bin ich sehr perfektionistisch eingestellt. Ich achte auf Stil und Qualität, immer auf die jeweilige Zielgruppe ausgerichtet. Wenn ich ein Produkt nicht gut finde, kommt es nicht auf den Markt –ich muss nicht alles lieben, aber mögen.

 Tue Gutes und rede darüber“!

Du lässt Deinen Schmuck von einer Berliner Behindertenwerksatt herstellen. Ist das nur eine gute Marketingstrategie, billige Arbeitsaufteilung oder eine ernstgemeinte, respektive und moderne Auffassung von Integration benachteiligter Menschengruppen?

Ich mache das aus Gründen der Herzlichkeit. Es macht Spaß mit diesen Menschen zu arbeiten und gibt mir Motivation weiterzumachen. In meinem jungen Unternehmerleben habe ich einen positiven Eindruck von dieser Behindertenwerksatt gewinnen dürfen. Man kümmert sich liebevoll, bietet Aktivitäten wie Sport an und die Angestellten haben einen festen Arbeitsvertrag. Das gehört unterstützt und da sind wir doch wieder beim Thema Stil. Marketing soll ehrlich und greifbar sein und nicht ausnutzend und falsch kommunizieren.

 

Ein Spiel oder Lebensunterhalt?

…Oh je, du stellst interessante Fragen, da muss man ja nachdenken! (lacht)

Lebensunterhalt ist es noch nicht. Es ist eine Idee, die ich energisch seit 2 1/2 Jahren verfolge. Ich möchte erreichen, dass diese Tätigkeit immer mehr zu meinem Lebensunterhalt wird.

Ich habe viel investiert und freue mich auf den Tag, an dem ich dieses Geld wieder reinfahren werde. Das Spiel ist das Ziel.

 Ist der Labelname STARBARKS im leichten Verwechslungsspagat mit ähnlich klingenden Kaffeehauskette gewollt?

Als Kaffeejunkie war mein Nickname Starbarks, der immer zu Starbucks geht und so ist ganz unbewusst das Label entstanden. Aber mein Name ist Bark und wenn man es richtig ausspricht, sollte man es hinbekommen. (grinst)

Wie wird Deine Idee aufgenommen?

Die meisten verbinden LEGO mit einer spannenden und entdeckungsreichen Phase ihres frühen Lebens. Diesen neugierigen erwachsenen Kindern kann man mit unserem Schmuck, noch heute, ein Lächeln entlocken. Mit unseren Kreationen verbindet man glückliche Erinnerungen und seien wir mal ehrlich, gibt es noch ein schöneres Kompliment als ein Lächeln?

Traumdekolletee? Traumhals?

Ich finde Madonna braucht unbedingt ein limitiertes Kreuz mit Swarovski-Kristallen aus der neuen Kollektion, dieses würde ich sogar versilbern. Hingegen würde ich dem Traumhals Bill Kaulitz von Tokyo Hotel das BLACK KNIGHT empfehlen. Aber kommt Zeit, kommt STARBARKS!

 

Erzähl uns von den Schwierigkeiten einer Labelgründung in Deutschland…!

Es ist ein schwieriger, hart umkämpfter Markt und wir investieren immer wieder neu. Wir haben uns erst vor kurzem eine Lasermaschine angeschafft, um neue Ideen umzusetzen. Aber das gehört zur Innovationssucht dazu und so expandieren wir ins europäische Ausland. Step by step versuchen wir selektiv in die Breite zu gehen, ohne an Qualität und Zuverlässigkeit zu verlieren. Es hat mehr als ein Jahr gedauert, bevor wir endlich wussten, wie wir die Legobausteine entsprechend verarbeiten könnten.

Für was steht den STARBARKS?

In erster Linie für eine verrückte Mischung aus Innovation, außergewöhnlicher Lebenslust und einem geschickten Händchen, um Materialien zu kombinieren, die den Grad zwischen Zeitgeist und handwerklichem Können meistern.

Be impressed, with STARBARKS Jewelery!

VISIT: Starbarks

Interview: Jan Luckenbill  - Assistent: Emmanuele Contini – Photos: Oliver Rath

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